Historisches Ziegelmauerwerk gilt als schwieriger Untergrund. Unterschiedliche Qualitäten in Material und Ausführung machen die Sanierung meist zu einer anspruchsvollen Aufgabe, die keine Standardlösungen, sondern materialgerechte, aufeinander abgestimmte Baustoffe wie die Komponenten des SAKRET Putzsystems verlangt.
Die Herausforderung
Bei der Sanierung historischer Bauten mit Ziegelmauerwerk ergeben sich für Fachleute immer wieder neue Situationen. Verursacht durch inhomogene Rohstoffe, ungleichmäßige Brenntemperaturen und wechselnde Brennverfahren sind die Ziegel oft von unterschiedlicher Festigkeit. Manche nehmen sehr viel Feuchtigkeit auf und entziehen frischen Putzen zu rasch das Wasser, was zu Haftungsverlust und Rissbildung führt. Teils sind Ziegel auch so stark gebrannt, dass ihre Oberfläche kaum Wasser aufnimmt.
Dazu zeigt das Wandbild oft tiefe und unregelmäßige Fugen, die mit einem weichen Mauermörtel ausgeführt sind. Daher ist das Mauerwerk trotz großer Dicken von geringer Steifigkeit. Zudem sind die Oberflächen häufig durch Salze und Unebenheiten im Mauerwerk gezeichnet.
Analyse und Vorbereitung des Untergrunds
Nach dem Abschlagen der Altputzreste empfiehlt sich grundsätzlich eine Analyse

von Ziegelqualität, Fugenbild, Untergrundfestigkeit, Saugfähigkeit und Salzbelastung. Lösliche Salze können die Putzhaftung durch hygroskopische Feuchtebindung und Kristallisationsdruck im Porengefüge beeinträchtigen.
Das speziell auf schwierige Untergründe ausgelegte SAKRET Putzsystem ist darauf abgestimmt, solche Belastungen im Putzgefüge zu verteilen und die Oberfläche weniger stark zu beanspruchen.
Im ersten Schritt gleicht ein netzartiges Aufbringen des SAKRET Vorspritzmörtel VSM von etwa 50 % des gereinigten, trockenen Untergrunds die Unterschiede in der Saugfähigkeit aus und verbessert die Haftung des Putzes auch auf schwach saugenden Ziegeln.
Putze und Armierung
Als Grundputze auf Ziegelmauerwerk eignen sich vorrangig Kalk- und Kalktrassputze. Sie sind diffusionsoffen, kapillar aktiv und besitzen eine geringere Steifigkeit als Zementputze. Damit können sie Spannungen im Untergrund besser aufnehmen. Der SAKRET Trasskalkputz TKP wird als Grundputz bei einer Putzdicke zwischen 10 und 20mm aber auch als Zweilagenputz eingesetzt. Der hohe Kalkanteil stellt ein alkalisches Milieu bereit, das das Wachstum von Mikroorganismen hemmen kann; die Trassvergütung kann das Risiko von Kalkausblühungen reduzieren.
Besondere Spannungszonen stabilisiert das SAKRET Armierungsgewebe 160, das vollständig in den SAKRET Filzfeinputz FFP eingebettet wird. Dieser eignet sich auch zur Überarbeitung mineralischer Altputze oder als Glättputz für einen nachfolgenden Anstrich. In Kombination mit geeigneten Komponenten kann der Systemaufbau einen hohen Schlagregenschutz erreichen.

Für die dickschichtige Oberflächengestaltung im Außenbereich ist der dampfdiffusionsoffene, wasserabweisende SAKRET Kratzputz KP ausgelegt. Bei entsprechender Rezeptur und im Außenbereich kann er eine gewisse Selbstreinigungswirkung sowie eine reduzierte Anfälligkeit gegenüber Algen- und Pilzbewuchs aufweisen. Ein Auftrag von ca. 15 mm Dicke wird nach dem Trocknen mit einer Zahn-Kartätsche abgekratzt. Abschließend vervollständigt die diffusionsoffene SAKRET Silikatfarbe SFF die Restaurierung.
Werte erhalten mit dem SAKRET Putzsystem
Die aufeinander abgestimmten Komponenten bieten auch für die Sanierung historisches Ziegelmauer- werke einen sicheren, materialgerechten und systematischen Putzaufbau.
Damit erstrahlen nicht nur besondere historische Gebäude wie z. B. das Waldschlösschen Rochlitz in neuem Glanz.
Das SAKRET Putzsystem unterstützt auch allgemein den Erhalt älterer Wohn- und Industrieobjekte. Durch die Verwendung diffusionsoffener, auf den Untergrund abgestimmter Putze kann die Nutzungsdauer historischer Fassaden verlängert werden.
Mehr dazu in der Broschüre: Putz auf historischen Fassaden
hier geht es zum SAKRET Putzratgeber und hier zum Waldschlösschen Rochlitz
(Advertorial)

