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Sie sind hier: Home»News und Advertorials»St. Christoph, Mainz: Wider des Vergessens

St. Christoph, Mainz: Wider des Vergessens

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By Redaktion on 16. August 2018 News und Advertorials

Was am frühen Abend des 27. Februar 1945 über die Stadt hereinbrach, sollte der verheerendste Fliegerangriff im gesamten Zweiten Weltkrieg auf Mainz werden. Über 1200 Menschen verloren im Bombenhagel ihr Leben. Die gesamte Innenstadt wurde zu 80 Prozent zerstört. Und mit ihr eines der symbolträchtigsten Bauwerke: die frühgotische Kirche St. Christoph. Mitunter rund 1200 Jahre alt, überragt sie historisch betrachtet nicht nur den Mainzer Dom. Vielmehr war sie als Taufkirche von „Stadtvater“ Johannes Gutenberg längst zu einem ganz besonderen Ort im Stadtbewusstsein geworden. St. Christoph, das bei der Bombardierung bis auf die Grundmauern zerstört wurde, sollte auch nach Kriegsende zum Mahnmal und Sinnbild der Zerstörung werden.

Was aber mit erfolgtem Umbau 1963/64 als Mahnmal für die Ewigkeit angedacht war, drohte zum Leidwesen vieler Bürger alsbald in Vergessenheit zu geraten. Der umgebende Stadtplatz entwickelte sich über Jahrzehnte ohne klares Konzept. Gemeinsam mit dem Mainzer Mäzen Stefan Schmitz sowie dem Rotary Club der Stadt startete 2012 schließlich eine Bürgerinitiative. Der ambitionierte Plan: Bis zum 70. Jahrestag der Zerstörung sollte die Würde von St. Christoph wiederhergestellt sein. Neben der Sanierung der Bausubstanz von Kirchenruine und Turm war im Besonderen das Konzept und die Gestaltung der Flächen eine außergewöhnliche Herausforderung. Großformatige Platten von Kronimus spielen als belastbare Belagsfläche eine wesentliche Rolle im Gesamtkonzept. Homogen ziehen sie sich als Pflasterung im dunkelgrauen Farbton Graffito Nr. 739 flächig bis in den Innenraum der Ruine (Fotos).

Kontrastierend überführen helle Belagsbänderungen als Sonderanfertigung im Maß 100 mal 45 Zentimeter die Flächenteilung aus dem Innenraum ins Freie. Seit Februar 2015 informieren hier, leuchtend modern, bunte Glastafeln über die Geschichte des Nationalsozialismus im Allgemeinen und der von St. Christoph im Speziellen. Inmitten der Relikte des Sakralbaus entstand auf diese Weise eine Gedenkstätte, deren Besuch definitiv in Erinnerung bleibt.

Kennwort: Kronimus

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