Zum 30. Juni 2026 mussten alle deutschen Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen haben. Laut des KWW ist dieses Zwischenziel bei 7 von 10 Kommunen erreicht und bei den übrigen zumindest in greifbarer Nähe.
Städte, Gemeinden und Kreise mit weniger Einwohnern haben noch zwei Jahre Zeit für das Fertigstellen der kommunalen Wärmeplanung. Trotzdem haben bereits über 80% der mittelgroßen Kommunen die Planung zumindest angestoßen, 42% haben sie sogar schon abgeschlossen. Für Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern, die die große Mehrheit der Kommunen in Deutschland ausmachen, gelten besondere Regeln: So können sich Gemeinden in einem sogenannten „Konvoi-Verfahren“ bei der Planung zusammenschließen und es kommen zum Teil vereinfachte Verfahren zur Anwendung.
Auch in dieser Gruppe zeigen sich deutliche Fortschritte: 30% der kleinen Gemeinden haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen und weitere 22% befinden sich im laufenden Prozess. Damit wird eine Voraussetzung geschaffen für wichtige Investitionsentscheidungen von Netzbetreibern, Hausbesitzern, Gewerbe und Industrie.
Jedoch gilt es auf dem Weg zur Umsetzung vor allem noch einige finanzielle Herausforderungen zu meistern, wie eine Studie von PwC im Auftrag der KfW letztes Jahr gezeigt hat. Darüber hinaus wird auch das Thema Kälte zunehmend eine Rolle spielen, wie die letzten Tage veranschaulicht haben.
Durch die zentrale Kopplung von Wärme- und Kälteversorgung könnten Synergien erschlossen und Fortschritte bei der Anpassung an den Klimawandel erzielt werden.

