Liebe Leserinnen, liebe Leser!
öffentliche Räume müssen heute vieles zu-
gleich leisten: Sie sollen Orte der Begegnung
sein, das Stadtklima verbessern, Regenwas-
ser aufnehmen und trotz knapper Mittel dau-
erhaft gepflegt werden können. Was früher
oft als Frage der Gestaltung galt, ist längst
eine zentrale Aufgabe kommunaler Daseins-
vorsorge. Bei Grün- und Außenanlagen zeigt
sich, wie eng Lebensqualität, Klimaanpas-
sung und Bewirtschaftung verbunden sind.
Einen entsprechend großen Raum nimmt in
dieser Ausgabe die GaLaBau 2026 in Nürn-
berg ein. Die internationale Leitmesse für Ur-
banes Grün und Freiräume bringt vom 15. bis
18. September viele Themen aus der kommu-
nalen Praxis zusammen. Im Mittelpunkt
stehen nicht allein Pflanzen, Baustoffe, Ma-
schinen und Geräte. Es geht ebenso um kli-
maresiliente Freiräume, nachhaltige Pflege,
digitale Arbeitsprozesse und E-Mobilität.
Kommunale Entscheider können Entwicklun-
gen vergleichen, Erfahrungen austauschen
und Investitionen fundiert vorbereiten. Un-
sere Messeseiten geben Ihnen Orientierung
zu den Schwerpunkten.
Auch jenseits der Messe bleiben Außenanla-
gen ein anspruchsvolles Arbeitsfeld. Bäume,
Parks, Spiel- und Bewegungsflächen oder
begrünte Plätze sind keine dekorativen Zuga-
ben. Sie kühlen dicht bebaute Quartiere, för-
dern die Biodiversität, schaffen Aufenthalts-
qualität und können bei Starkregen Rückhal-
teräume bieten. Damit diese Funktionen er-
halten bleiben, müssen Planung, Bau und
Pflege frühzeitig zusammengedacht werden.
Ebenso wichtig wie neue Flächen ist es, vor-
handenes Grün zu sichern und langfristig zu
unterhalten.
Daneben greift diese Ausgabe weitere kom-
munale Aufgaben auf. Intelligente Lichtsig-
nalanlagen können Verkehrsströme flexibler
steuern und Mobilitätsformen besser berück-
sichtigen. Betriebliches Mobilitätsmanage-
ment nimmt die Wege der Beschäftigten in
den Blick. Bei kommunalen Geräteträgern
zeigt sich: Vielseitigkeit allein garantiert noch
keine Einsatzfähigkeit. Erst ein passendes
Einsatzprofil, kompatible Schnittstellen, kurze
Rüstzeiten und geschultes Personal schaffen
eine belastbare Reserve für Wetterextreme.
Die Themen stehen bewusst für sich. Ge-
meinsam ist ihnen der Anspruch, Kommunen
mit guten Informationen und tragfähigen Ent-
scheidungen handlungsfähig zu halten.
Eine anregende Lektüre wünscht Ihnen
Ihre
Christel Neumann

