Städte, Gemeinden und Landkreise in Mecklenburg-Vorpommern können das Online-System Kom.EMS künftig kostenfrei nutzen. Eine neue Koordinierungsstelle der Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Kommunen beim Aufbau eines systematischen Energiemanagements für Gebäude und weitere Verbraucherstellen.
Über die Plattform lassen sich Energieverbräuche von Liegenschaften, Straßenbeleuchtung und Abwasserinfrastruktur erfassen, überwachen und auswerten. Zeitreihen und Kennwerte sollen Abweichungen sichtbar machen und Einsparpotenziale erschließen. Die Koordinierungsstelle berät bei Einführung und Anwendung, erläutert Arbeitshilfen und fördert den Erfahrungsaustausch zwischen teilnehmenden Kommunen.
Kom.EMS strukturiert das kommunale Energiemanagement in fünf Handlungsfeldern: interne Kommunikation, Organisation und externe Kommunikation, Monitoring und Berichtswesen, investive Maßnahmen sowie Energiebeschaffung. Im Wissensportal stehen laut LEKA MV 182 Vorlagen, Checklisten und Berechnungshilfen bereit. Der Aufbau kann schrittweise erfolgen und in den Qualitätsstufen Basis, Standard oder Premium zertifiziert werden.
Die Agentur verweist auf Erfahrungen anderer Bundesländer, wonach nicht- und geringinvestive Maßnahmen im Durchschnitt etwa 15 Prozent der Energiekosten kommunaler Gebäude einsparen können. Dazu zählen regelmäßiges Verbrauchscontrolling und eine bedarfsgerechte Einstellung des Heizbetriebs. Der Wert ist ein Erfahrungswert, keine Einspargarantie für jede Kommune.
Kom.EMS ist nach Angaben der LEKA MV in 13 Bundesländern im Einsatz. In Mecklenburg-Vorpommern soll das Angebot auch die Klimaziele des Landes unterstützen. Für die praktische Einführung sollten Kommunen zunächst Verantwortliche benennen, Zähler- und Gebäudedaten ordnen und die größten Verbraucher priorisieren. So kann aus der Software ein kontinuierlicher Managementprozess statt einer einmaligen Datensammlung werden.
Quelle: Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern (LEKA MV),

