Nicht immer sind verantwortliche Stadtplaner zufrieden mit innerstädtischen gepflasterten Flächen, denn oft treten schon nach kurzer Nutzungsdauer erste Schäden auf. Häufige Ursache hierfür sind die Fugen, die ihre Funktion als elastischer Puffer zwischen den Steinen nicht ausreichend wahrnehmen können: Entweder die Fugen wurden von vorneherein zu gering dimensioniert, oder das Fugenmaterial wurde falsch auf das Bettungsmaterial abgestimmt, sodass es in die Bettung rieselt und sich die Fuge quasi nach und nach auflöst. Die Folge sind massive Schäden an den Pflasterflächen, die oft sehr aufwendig saniert werden müssen. Um diese Probleme zu umgehen, geht die österreichische Gemeinde Wolfurt in Vorarlberg seit einiger Zeit bei der Sanierung von besonders belasteten Pflasterflächen mit dem Bettungs- und Fugenmaterial Ecoprec von der SF-Kooperation einen neuen Weg. Schäden, die auf eine mangelhafte Fugenausprägung zurückzuführen sind, sollen damit auch auf lange Sicht vermieden werden. Andreas Rudolph vom Tiefbauamt der Marktgemeinde erläutert den Hintergrund der Maßnahme: „Immer wieder kam es in der Vergangenheit dazu, dass sich in unserer Gemeinde auf gepflasterten Straßen, die einer gewissen Belastung ausgesetzt sind, Steine in der Fläche gelockert haben. Die Ursache hierfür vermuten wir in einem zu hohen Kalk- beziehungsweise Feinkornanteil in der Fuge.“ Aufgrund guter Erfahrungen der Gemeinde etwa bei der Sanierung des Sternenplatzes entschieden sich die Verantwortlichen auch hier wieder dazu, beim Einbau der Pflastersteine (Foto) zumindest im Bereich der Fahrbahn auf das Bettungs- und Fugenmaterial Ecoprec von der SF-Kooperation zurückzugreifen. Dabei handelt es sich um ein bitumenhaltiges Fugen- und Bettungsmaterial, das auf die Tragschicht im Heiß- oder Kalteinbau aufgetragen wird.
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